CoolingSpots

Über CoolingSpots

CoolingSpots zeigt kostenlos an, wo es bei Hitze kühl oder schattig ist: Wald, Badezonen, Schluchten, Wasserfälle, Höhlen, Gebirge mit Wanderpfaden. Ohne Konto, ohne Anmeldung.

  • Kostenlos, ohne Konto
  • Aus offenen Daten

Wer dahinter steht

Ich bin Beni Schäublin, Software-Architekt aus dem Thurgau. CoolingSpots ist im Juni 2026 entstanden, nach zwei Wochen Hitze ohne Pause.

Beni Schäublin an einem Bergsee

Ich gehe fast täglich mit meinem Hund in den Wald, weil es dort kühler ist. Dabei fiel mir auf, dass es nicht überall im Wald gleich kühl ist, und auf den üblichen Karten sieht man das nicht. Daraus wurde die Frage, ob sich das mit Daten auswerten lässt.

Hinter der Karte stehen eine Einzelperson und offene Daten. Der Fokus liegt auf natürlichen Orten: Wald, Wasser, Schlucht, Höhenlage. Falls Partnerprogramme künftig die Kosten tragen, bleibt die Karte für alle kostenlos.

Einzelne Städte im Ausland gestalten heute eigene Karten für ihr Gebiet. Es macht aber kaum Sinn, dass jede Stadt und Gemeinde der Welt eine eigene Plattform dafür baut: Eine zentrale Karte bringt schneller zu den passenden Orten. Städte und Gemeinden können CoolingSpots kostenlos einbetten, eigene kühle Orte ergänzen und die Karte in ihre Hitzevorsorge einbauen. Dazu kommt, was keine Verwaltung liefern kann: Menschen, die ihre kühlen Plätze kennen. Der Weg unter alten Bäumen oder die Stufen am Bach stehen in keinen offenen Daten. Wer so einen Ort kennt, kann ihn vorschlagen.

Für Städte und Gemeinden

Grundsätze dieser Webseite

Ehrlich statt beeindruckend
Die Kühle wird in eine Spanne eingeteilt, nicht in Grad-Zahlen. Ein exakter Kühlgrad wäre ein Versprechen, das sich nicht halten lässt.
Kostenlos
Für alle Besucherinnen und Besucher, und ebenso für Städte und Gemeinden, welche die Karte einbetten oder als Inspiration nutzen. Kein Konto, kein Login.
Datensparsamkeit und Privacy by Default
Der Standort wird nie gespeichert oder weitergegeben.
Offene Daten
Alle Daten stammen aus offenen Quellen (ESA WorldCover, Copernicus, OpenStreetMap, swisstopo) und sind sichtbar attributiert - nachzulesen unter "Lizenzen & Quellen".

Im Einsatz und in den Medien

Wo die Karte im Einsatz ist und wo über sie berichtet wurde.

Unter anderem im Einsatz bei

  • Graubünden Ferien
  • MySwitzerland
  • Ticino Turismo

Erwähnt bei

  • opendata.swissShowcase im Datenportal des Bundes
  • WatsonArtikel vom 10. August 2026
  • Tages-AnzeigerArtikel vom 13. August 2026 zur Winterthurer Karte
  • Halbschlau.VollherzPodcast-Folge 41 vom 20. August 2026

Methodik: woher die Kühle-Stufe kommt

Wie die Kühle berechnet wird

Die Kühle-Stufe kommt aus echten Karten- und Satellitendaten. Das macht einen Ort kühl:

  • Schatten: Kronen- oder Geländeschatten hält die Sonne ab - ein dichtes Blätterdach (Kronendichte aus Satellitendaten) oder eine tief eingeschnittene, nordexponierte Lage zählen gleich.
  • Wasser: die Nähe zu Bach oder See kühlt die Luft.
  • Gelände: höhere Lagen sind kühler.
  • Gletscher: Eis in der Nähe bringt kalte Luft.
  • Bebauung: viel Siedlungsfläche rundherum speichert Hitze und gibt Abzug.
  • Höhle: im Fels bleibt die Temperatur das ganze Jahr gleich kühl.

Du bekommst eine klare Kühle-Stufe von etwas kühler bis deutlich kühler, samt den Gründen dahinter.

Bei grosser Hitze gilt zuerst der Rat der Behörden: Mittagssonne meiden, viel trinken, auf Kinder und ältere Menschen achten. Bei Trockenheit auf Waldbrandgefahr und lokale Feuerverbote achten.

Karte lesen
  • Je kühler ein Ort, desto grösser und dunkler sein Marker - die drei Stufen entsprechen der Legende.
  • Das Symbol im Marker zeigt die Art des Orts: Nadelbaum für Wald, Laubbäume für Park, Wellen für Badeplätze und Freibäder, dazu eigene Symbole für Wasserfall, Schlucht, Höhle, Hochlage (Berg) und Friedhof (Blume).
  • Ein Tipp auf einen Marker öffnet die Details mit den Kühle-Gründen - inklusive Route dorthin und Teilen.
  • Erreichbarkeit: sobald du deinen Standort teilst, steht im Ortsblatt die Luftlinie, die Himmelsrichtung und - ab 100 Metern Unterschied - wie viel höher oder tiefer der Ort liegt. Luftlinie heisst: der echte Weg ist immer länger. Reisezeiten zeigen wir nicht, dafür fehlt uns die Routenberechnung.
Details: Formel, Datenquellen und Grenzen

Der Score ist Arithmetik auf offenen Daten: Pixel zählen, Distanzen und Winkel berechnen. Kein trainiertes Modell. Eine Ausnahme bilden Höhlen.

  • Bewertet werden Wald, Park, Friedhof, Badeplatz, Wasserfall, Schlucht, Höhle und Hochlage aus OpenStreetMap. Flächen zählen ab 5 ha, Friedhöfe ab 2 ha, je ein Punkt pro Fläche. Wald und Park erscheinen nur mit belegter Kühle: Kronendach ab 40%, Geländeschatten, Wasser in unmittelbarer Nähe, Gletscher in der Nähe oder Höhenlage ab 2000 m. Badeplätze und Höhlen erscheinen immer.
  • Kronendichte: ESA WorldCover, eine freie Landbedeckungskarte, in der jedes 10-m-Pixel eine Klasse trägt (Baum, Wiese, Acker, bebaut). Gezählt werden die Baum-Pixel in einem Fenster von 21 mal 21 Pixeln um den Ort: 380 von 441 ergeben eine Kronendichte von 0.86. Das Raster ist in Grad angelegt: das Fenster misst rund 195 m in Nord-Süd-Richtung und, je nach Breitengrad, 110 bis 160 m in Ost-West-Richtung.
  • Wasser: Distanz zum nächsten Bach oder See aus OpenStreetMap, gesucht bis 500 m. Die Wirkung halbiert sich etwa alle 100 m.
  • Gelände: Höhe über Meer aus dem Copernicus-Höhenmodell. Der Wert steigt ab 300 m linear und ist ab 1500 m voll. Die Luft kühlt sich mit der Höhe um rund 6.5 Grad pro 1000 m ab.
  • Bebauung: Anteil von Siedlungs-, Gewerbe- und Industrieflächen aus OpenStreetMap im Umkreis von 200 m. Bebaute Flächen speichern Wärme und senken den Score.
  • Geländeschatten: Liegt ein Ort deutlich tiefer als seine Umgebung (acht Richtungen im Radius von 500 m aus dem Höhenmodell) oder an einem Nordhang, zählt das im selben Schatten-Faktor wie das Kronendach. So erreichen auch baumlose Orte wie Schluchten und Nordhänge eine Kühle-Stufe.
  • Gletscher: Eis in weniger als 2 km Entfernung ergibt einen Zuschlag von bis zu 10%, mit der Distanz abnehmend.
  • Höhlen: fester Wert statt Messung. Der Fels leitet das Jahresmittel der Oberfläche nach innen. An einem Hitzetag liegt die Höhlenluft weit darunter - weiter, als Kronendach oder Wasser je kühlen. Darum Stufe 3. Der Sockel liegt bei 72 von 100, dazu kommt die Höhenlage, weil das Jahresmittel mit der Seehöhe sinkt. Quelle: Karstforschung zur Wärmeleitung im Gestein (Dominguez-Villar und andere, 2023). Am Eingang schwankt die Temperatur mit dem Wetter.
Sentinel-2-Satellitenbild des Sihltals: dunkler dichter Wald, hellere Felder, Zürichsee und Sihl
So sieht der Satellit das Sihltal: dunkles, dichtes Kronendach (Sihlwald) bedeutet viel Schatten - helle Felder wenig. Fluss und See kühlen zusätzlich. Sentinel-2 cloudless von EOX - enthält modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten

Score = 40% Schatten + 30% Wasser + 20% Gelände - 20% Bebauung, plus bis zu 10% Gletscher-Zuschlag. Die Stufen folgen festen Schwellen: ab 66 von 100 Stufe 3, ab 48 Stufe 2, darunter Stufe 1. Feste Schwellen bedeuten, dass eine Stufe überall dasselbe aussagt, auch im Flachland. Das Abzeichen "Kühler als die Umgebung" markiert Orte, die kühler sind als die meisten im Umkreis von rund 12 km.

Grenzen: Die Stufen sind ein ordinaler Vergleich, kein Thermometer, deshalb werden keine Grad-Zahlen angegeben. Der Nullpunkt der Skala ist ein offener, tief gelegener Ort ohne Kronendach, ohne Geländeschatten und ohne Wasser in der Nähe; Bebauung zieht davon zusätzlich ab. Gemeint ist der Nutzen an heissen Tagen: bei milder Witterung ist der Unterschied klein, weil dann wenig Sonneneinstrahlung wegfällt. Orte nahe einer Schwelle können auf beide Seiten fallen. Der Wert beschreibt die typische, naturbedingte Kühle einer Fläche aus statischen Daten, nicht den Schatten zu einer bestimmten Uhrzeit. Die Umgebung wird in einem Fenster von rund 130 bis 200 m gemessen, die Angabe ist also regional und nicht strassengenau. Oberhalb der Baumgrenze kann lichter Bergwald überschätzt werden. Temporäre und saisonale Gewässer bleiben aussen vor, weil kleine Bäche in Trockenperioden wenig Wasser führen. Eine enge Schlucht ist tagsüber beschattet, staut nachts aber Wärme - gemeint ist die Tages-Kühle.

Kontakt

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